Stadt Freudenberg am Main

Seitenbereiche

  •  
     
  •  
     
  •  
     
  •  
     
  •  
     

Volltextsuche

Stadt Freudenberg

Seiteninhalt

Projektablauf

Übergabe Bewilligungsbescheid 15.07.2003

Fotos: Franz Hofmann

Übergabe des Bewilligungsbescheides durch Dr. U. Andriof mit Präsentation des Projektes im Mainvorland am 15.07.2003.

Fränkische Nachrichten 17.07.2003 - Pressebericht

Die Zeit des Zitterns und Bangens ist vorbei

Regierungspräsident überreichte an Freudenbergs Bürgermeister Hofmann den Förderbescheid

Es war ein großer Tag für das kleine Freudenberg. Regierungspräsident Dr. Udo Andriof war persönlich an den Main gekommen, um die Förderbescheide für die Realisierung des ersten Abschnitts des von der Stadt erarbeiteten Hochwasserschutzes zu übergeben. Auf insgesamt 5,7 Millionen Euro beläuft sich die Fördersumme des Landes (wir berichteten).

"Hier sind wir versammelt zu löblichem Tun", zitierte Bürgermeister Heinz Hofmann eingangs Johann Wolfgang von Goethe, und die große Zahl der im Mainvorland versammelten Ehrengäste machte deutlich, dass viele an diesem "löblichen Tun" Anteil nehmen wollten.

Der Bürgermeister erinnerte in seiner Ansprache an zahlreiche Unglücke in der Geschichte der Stadt, nicht nur, aber auch durch das Hochwasser. Erst im Januar seien 140 Häuser von Überschwemmungen betroffen gewesen. "Mittlerweile jährlich, meist sogar mehrmals, ist die Mainstraße mit den angrenzenden Gebäuden überflutet".

Heinz Hofmann würdigte den Regierungspräsidenten, der die Sorgen und Nöte der Stadt und ihrer Bevölkerung aus eigener Anschauung kenne und "der mich ermutigt hat, solch ein schwieriges Projekt anzugehen". 

Mit den Worten "Die Menschen hängen an Haus und Hof, es steckt viel persönlicher Einsatz und Arbeit dahinter, und das ist dann oft von einem Tag auf den anderen weg." ging Andriof auf die Finanzierung ein.

Mit geschätzten Gesamtkosten von 17 Millionen Euro für den Hochwasserschutz, fünf Millionen Euro für die notwendigen Maßnahmen an der Kläranlage und weiteren Mitteln im Rahmen der Stadtsanierung handele es sich bei dem Freudenberger um das größte derartige Projekt im Regierungsbezirk.

Die Förderung des Landes für den ersten Bauabschnitt nannte Andriof "ein sichtbares Startsignal, einen Impuls für die weitere Stadtentwicklung und ein Zeichen für die Bevölkerung".

ek

Fränkische Nachrichten 17.07.2003 - Pressebericht

Es wird etwas Richtiges werden - Das Hochwasserschutzkonzept kann ab 2004 realisiert werden

Mit der Aushändigung der Förderbescheide des Landes durch Regierungspräsident Dr. Udo Andriof , kann nun der erste Bauabschnitt eines Mammutprojektes in Angriff genommen werden, das die kleine Stadt am Main bis 2010 vor den Überflutungen weitgehend schützen soll. 

Das Hochwasserschutzkonzept der Stadt, dessen Umsetzung mit dem ersten Bauabschnitt nun begonnen wird, sieht eine Kombination aus Geländeaufschüttung, im Abstand von 2,50 Metern gesetzten Pollern, Stützen und mobilen Wänden vor. Bereits die vorgesehene Anhebung der Mainstraße soll vor einem Hochwasser schützen, wie es statistisch alle sieben Jahre vorkommt. 

Sicherheit vor einem so genannten 25-jährigen Hochwasserereignis soll der Einbau von mobilen Elementen zwischen den 70 Zentimeter hohen Pollern gewähren. Steigt der Main weiter, werden 1,70 Meter hohe Stützen auf die Poller geschraubt und dazwischen weitere mobile Elemente eingebracht. Der Aufbau einer solchen Schutzwand, die dann die Stadt vor einem 100-jährigen Hochwasser bewahren soll, kann innerhalb von sechs Stunden abgeschlossen sein. Eine Spundwand soll die stark durchlässigen Bodenschichten unterhalb der Schutzwand abdichten. Ansteigendes Grundwasser, das sich hangseitig vor der Spundwand sammelt, wird von einer Drainageleitung gefasst und über ein Pumpwerk in den Main abgeleitet. Einhergehend mit der Realisierung des ersten Bauabschnittes "Altstadt/Stadteingang" müssen die Ortskanalisation und die Kläranlage angepasst werden. 

Wie Stadtbaumeister Manfred Wenzel am Rande der Feierstunde informierte, kann nach Vorliegen der Förderbescheide nun der erste Bauabschnitt europaweit ausgeschrieben werden. Die Vergabe der Arbeiten soll noch in diesem Jahr erfolgen, mit dem Baubeginn ist dann zeitig in 2004 zu rechnen. Bis 2006 soll der erste Bauabschnitt vollendet sein. Die weiteren Bereiche, "Vorstadt" und "Neustadt/Firma Rauch" sollen, nach den derzeitigen Planungen, möglichst unmittelbar folgen. ek 

1. Spatenstich BA I 16.03.2004

Der erste Spatenstich für den BA I - Hochwasserschutz Freudenberg erfolgte am Dienstag, den 16. März 2004, 17.00 Uhr, im Mainvorland Freudenberg.

Hochwasserschutz Freudenberg

EDR München:

Beim Hochwasserschutz der historisch gewachsenen Stadt Freudenberg (Main) wurden besonders die städtebaulichen Belange berücksichtigt.

Das 1,5 km lange Schutzsystem umfasst 3 Abschnitte, zum stationären Grundschutz mit Binnenentwässerung und Pumpwerken werden mobile Elementen errichtet.

  • Auftraggeber Stadt Freudenberg am Main
  • Bauzeit 2003 bis 2006
  • Leistung

    • Objektplanung Lph 1 bis 9
    • Tragwerksplanung Lph 1 bis 6
    • Wasserspiegellageberechnungen
    • Örtliche Bauüberwachung, SiGe-Koordination

Mobiles Hochwasserschutzsystem

Aufgrund der zum Main relativ niedrigen topographischen Lage der Stadt Freudenberg wurden die flussanliegenden Stadtgebiete statistisch gesehen schon ca. alle 5 Jahre vom Mainhochwasser betroffen.

Um Vorstadt, Altstadt und Neustadt davor schützen zu können, wurden bis zum Jahr 2006 auf einer Länge von 1,25 km eine mobile Hochwasserschutzanlage mit einer Gesamtwandfläche von 2.150 qm und maximalen Höhen von 3,5 m gebaut.

Die Oberkante des Promenadenweges an der Altstadt liegt auf HQ10-Nieveau. Damit dieses geringe Schutzniveau einfach und rasch um ca. 70 cm  auf eine Eintrittswahrscheinlichkeit von HQ25 erhöht werden kann, wurden auf einer Länge von 380 m feste Pollerkonstruktionen installiert. Zwischen die Poller können einfach und schnell Dammbalken gestapelt werden. In seltenen Fällen reicht die damit erzielte Schutzhöhe nicht aus. Für diese Fälle werden die Poller durch Stützenaufsätze um 1,70 m erhöht.

Die Mobilwand kann dann je nach erwartetem Hochwasserpegel stufenweise durch Einlegen der entsprechenden Dammbalkenanzahl bis zu einem Schutzziel, das 0,5 m über das HQ100-Niveau reicht, ausgebaut werden.

Technische Daten:

  • Bauherr: Stadt Freudenberg am Main
  • Genehmigungsbehörde: Gewässerdirektion Neckar/Künzelsau
  • Schutzziel: HQ100 + 0,5 m Freibord
  • Lastansatz: hydr. Wasserdruck +20 kN/qm
  • Höhen: 0,9 m bis 3,5 m
  • Gesamtlänge/-fläche: 1,25 km/2.150 qm
  • Ausführung: IBS Thierhaupten

Projektbeteiligtenliste

  • Stadt Freudenberg 97896 Freudenberg
  • Rauch Möbelwerke GmbH 97896 Freudenberg
  • Amt für Geologie Rohstoffe und Bergbau Baden-Württ. 79104 Freiburg
  • Bundesamt für Gewässerkunde 56002 Koblenz
  • Gemeindeprüfungsanstalt BW 76133 Karlsruhe
  • Gewässerdirektion Neckar Bereich Künzelsau  74653 Künzelsau
  • Landesdenkmalamt Ba-Wü Aussenstelle Kalsruhe Ref. 26 76185 Karlsruhe
  • Landesvermessungsamt Baden-Württemberg 70174 Stuttgart
  • Landratsamt Main-Tauber-Kreis 97941 Tauberbischofsheim
  • Landratsamt Kreisforstamt 97941 Tauberbischofsheim
  • Landratsamt Umweltschutzamt 97941 Tauberbischofsheim
  • Polizeiposten Freudenberg 97896 Freudenberg
  • RP Stgt. Abteilung Umwelt 70507 Stuttgart
  • RP Stgt. Dienstsitz Heilbronn Referat 53.2 74072 Heilbronn
  • RP Stgt. Abteilung 5, Ref. 52 70565 Stuttgart
  • RP Stgt. Ref. 33, Fischerei 70565 Stuttgart
  • Regionalverband Heilbronn - Franken 74072 Heilbronn
  • Staatliches Vermessungsamt Tbb. 97941 Tauberbischofsheim
  • Stadtwerke Wertheim 97877 Wertheim
  • Strassenbauamt Bad Mergentheim 97980 Bad Mergentheim
  • Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg 63739 Aschaffenburg
  • Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg 63739 Aschaffenburg
  • HWS Technologie AG 76131 Karlsruhe
  • Ingenieurbüro Dr. Hafner 70572 Stuttgart
  • Ingenieurbüro EDR GmbH Projektsteuerung 80686 München
  • Ingenieurbüro Fernkorn & Klug 63743 Aschaffenburg
  • Ingenieurbüro Winkler und Partner GmbH 70176 Stuttgart
  • Ingenieurges. Hochreither + Partner 63741 Aschaffenburg
  • Klein & Holzmann Ingenieurges. mbH 63303 Dreieich
  • RBS Genius Bereich wave  70173 Stuttgart
  • Universität Stuttgart Institut für Geotechnik 70569 Stuttgart
  • Walter & Partner 97941 Tauberbischofsheim
  • Weber -Ingenieure GmbH  75177 Pforzheim
  • ibu - Ingenieurges. f. Bauwesen u. Umwelttechnik 97941 Tauberbischofsheim
  • wiechers + beck architekten bda 10999 Berlin
  • Ökol. Arbeitsgem. Würzburg GbR 97080 Würzburg
  • EnBW Regional AG 74603 Öhringen
  • Personenschifffahrtsreederei Henneberger 63897 Miltenberg
  • Rhein-Main-Donau AG 97421 Schweinfurt
  • Adam Hörnig Baugesellschaft GmbH & Co. 63741 Aschaffenburg
  • Bernhard Zöller Landschaftsbau GmbH 63920 Großheubach
  • Brandel-Bau GmbH Bauunternehmung 97941 Tauberbischofsheim
  • Eggs Elektroanlagen GmbH 72124 Pliezhausen
  • Fa. KG Ges. f. Wassertechnik u. Apparatebau  89191 Nellingen
  • Horst Pillat Straßenbau 63897 Miltenberg
  • IBS 86672 Thierhaupten
  • Konrad Bau GmbH Bauunternehmung
  • Leonhard Weiss GmbH & Co KG 97980 Bad Mergentheim
  • Michel Bau GmbH 63911 Klingenberg
  • Otto Haamann 97896 Freudenberg
  • Terrasond GmbH & Co. KG 64331 Weiterstadt
  • Trend-Bau GmbH & Co. KG 97285 Röttingen
  • Weidauer GmbH Digital- Kopier- und Medienservice 63820 Elsenfeld