Fränkische Nachrichten 07.07.2014: Stadt Freudenberg am Main

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Fränkische Nachrichten 07.07.2014

Hauptbereich

WETTBEWERB „UNSER DORF HAT ZUKUNFT“: Zahlreiche Wessentaler aller Generationen packten mit an

Die Ortschaft nochmals verschönert

WESSENTAL. Viele Wessentaler aller Generationen trafen sich am Samstag auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins, um die Ortschaft bei einer gemeinsamen Reinigungsaktion zu verschönern. Diese erfolgte im Rahmen der Vorbereitung auf den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Am Mittwoch, 16. Juli, will sich die Jury des Kreisentscheids vor Ort ein Bild von dem Dorf machen.

Neben Wessental nehmen aus dem Main-Tauber-Kreis Neuses (Gemeinde Igersheim) und Eubigheim (Gemeinde Ahorn) an der Aktion teil. In der Wettbewerbsbroschüre des baden-württembergischen Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz heißt es dazu: "Es geht um die individuelle Entwicklung des Dorfs, darum, was die Dorfgemeinschaft aus dem vorhandenen Potenzial über die Jahre gemacht hat, und wie sich die Bewohner die weitere Zukunft ihres Dorfs vorstellen."

In die Bewertung fließen neben landschaftspflegerischen Gesichtspunkten die Wahrung der dörflichen Struktur und der erhaltenswerten Bausubstanz sowie die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft ein. Eine weitere zentrale Rolle spielen Konzepte und Initiativen zur Dorfentwicklung.

Im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten gab Ortsvorsteher Roland Hildenbrand einen Einblick in die Vorbereitungen für den Wettbewerb. Wie er erklärte, habe man vor über 25 Jahren am Vorgängerwettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", teilgenommen. Den Anstoß zur erneuten Beteiligung habe Freudenbergs Bürgermeister Heinz Hofmann gegeben, der der Bewertungskommission angehört. "Er gab die Bitte des Landratsamts, Wessental möge sich am Wettbewerb beteiligen, an mich weiter", so Hildenbrand. Das war vor rund fünf Wochen. Dass dies sehr kurzfristig war, erwies sich in Wessental als kein Problem. Denn die Ortschaft sei bereits "von Grund auf gut in Schuss ist", betonte der Ortsvorsteher.

Außerdem weise das Dorf viele Merkmale auf, die es zu einer zukunftsfähigen Gemeinde mache. Etwas Besonderes sei im Ort der Zusammenhalt, der vor allem durch die 700-Jahr-Feier vor fünf Jahren eine Stärkung erhalten habe. Hervorgehoben wurde von Hildenbrand auch die ruhige Lage. Gleichzeitig habe man aber eine gute Anbindung an Wertheim und dessen Infrastrukturangebote. Lobend erwähnte der Ortsvorsteher auch die Zusammenarbeit mit den Nachbardörfern Nassig, Sonderriet und Rauenberg.

Für Touristen habe das Dorf einiges zu bieten. "Hier gibt es herrliche Wanderwege, außerdem liegen wir am ,sportiven Radweg' und in der Nähe des Spessarts", schwärmte Hildenbrand. Hinzu kommen Ferienwohnungen als Übernachtungsmöglichkeit. Das Backhäusle, das man zum Ortsjubiläum in der alten Milchsammelstelle eingerichtet habe, "ist heute ein Ort für viele Feierlichkeiten."

 Auf der Agenda stehe der Umbau des Rathauses zu einem Dorfgemeinschaftshaus. Erste Schritte dazu seinen bereits eingeleitet (wir berichteten). Damit man sich der Jury optimal präsentieren kann, packten nun viele mit an. So wurde das Dorf mit Blumen geschmückt, man reinigte Wege und Schilder und verschönerte die Brücke über den Wildbach beim Backhäusle.

Außerdem nahmen sich die Wessentaler der Friedhofsbepflanzung an und strahlten die Sandsteine dort ab. "Durch private Spenden konnten wir die Inschrift auf dem Kriegerdenkmal erneuern", zeigte sich der Ortsvorsteher dankbar.

Etwas Besonderes ist ein Schild mit der Aufschrift "Wessental - Landkreis Tauberbischofsheim", das der Künstler Wolfgang Kirchgäßner nach Vorbild eines früheren Ortsschilds angefertigt hat. Dieses werde man, so Hildenbrand, am Gemeindehaus aufhängen.

Auch an der Präsentation für die Jury feilt man schon. So soll es neben einem schriftlichen Überblick über die Ortschaft Schautafeln mit einer Fotodokumentation von Ortsleben und von Vereinsaktivitäten geben. "Wir möchten auch Besonderheiten in unserem Jahresprogramm wie das Dorffest, die Tradition des Klapperns an Karfreitag und Karsamstag, den Martinsumzug, die Nikolausfeier und das jährliche Heringsessen zeigen", zählte Hildenbrand auf. Schön fand er, dass unter den zahlreichen Helfern auch viele Kinder und Jugendliche waren. Schon die Kleinsten packten mit an. bdg

© Fränkische Nachrichten, Montag, 07.07.2014

Foto: Franz Hofmann

Gestaltung: Sylvia Bechtold