Warum eine Teilnahme für die Dörfer wichtig ist: Stadt Freudenberg am Main

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Warum eine Teilnahme für die Dörfer wichtig ist

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Informationen zum Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Auch im Jahre 2014 wurde der Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ durchgeführt. Im Landkreis Main-Tauber hatten sich 3 Dörfer für den nunmehr 25. Wettbewerb angemeldet.

Teilnehmende Dörfer:

  • Neuses - Gemeinde Igersheim
  • Eubigheim - Gemeinde Ahorn
  • Wessental - Stadt Freudenberg

Die Dörfer werden von einer Kommission des Landratsamtes besichtigt und die Ergebnisse nach unterschiedlichen Kriterien ausgewertet.

Bewertungskriterien:

  • landschaftspflegerische Gesichtspunkte wie
  • die standortgerechte Begrünung oder
  • die Einbindung des Dorfes in die Landschaft
  • die Wahrung der dörflichen Strukturen
  • erhaltenswerte Bausubstanz
  • die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft (sozialer Zusammenhalt)
  • Konzepte und Initiativen für die zukünftige Dorfentwicklung
  • konkrete Aktivitäten zur Erhaltung und Weiterentwicklung wirtschaftlicher, sozialer, kultureller, baulicher und ökologischer Potenziale

Kriterien „soziale und kulturelle Aktivitäten“

  • Beitrag von Vereinen und Gruppierungen zum Dorfleben
  • Pflege der Dorftraditionen
  • Initiativen und Einrichtungen sozialer / kultureller Selbsthilfe
Wessental - copyright: Franz Hofmann
Wessental - copyright: Franz Hofmann

Kriterien „Baugestaltung und Bauentwicklung“

  • Erhaltung und Pflege von Gebäuden / Anlagen
  • Umgang mit historischer Bausubstanz, ortsbildprägende Gebäude
  • Gestaltung und Nutzung der öffentlichen Flächen
  • Renovierungen / Umnutzung leerstehender Gebäude in ortsgerechter Bauform/Material
  • Neubauten + Umbauten im passenden Ortsbild
  • Außenwerbung / Beschilderung dorfgerecht
  • Flächenversiegelung, effizienter Umgang mit Flächen

Kriterien „Grüngestaltung“:

  • dorfgerechte Begrünung / Pflege von öffentlichen Anlagen wie Sportflächen, Grünanlagen, Gewässern, Friedhöfen etc.
  • private Grünanlagen an Gebäuden / in Höfen
  • dorfgerechte Eingrünung von Industrieanlagen / landwirtschaftlichen Gebäuden
  • Gestaltung des Ortsrandes, Erhalt von Streuobstbeständen usw.
  • Gestaltung des Friedhofs
  • Arten- und Biotopschutzmaßnahmen beim Dorf
  • naturnahe Gestaltung von Freizeit- und Erholungsanlagen
  • Pflege und Erhaltung von Kulturstätten, Kapellen, Kleindenkmälern, Bildstöcken Einrichtung Lehrpfade, Wanderwege usw.
  • Einrichtungen für Naturerziehung.

Zielsetzung des Wettbewerbes

Was kann der Wettbewerb den Dörfern bringen?

Die Bürgerinnen und Bürger können zeigen, dass das Dorf attraktiv ist und es sich gut dort leben lässt. Letztlich ist das auch eine Werbung für das Dorf. Auch kann durch das Engagement im Wettbewerb das Dorf noch stärker zusammenwachsen.

Nicht zuletzt erhalten die Dörfer Beratungen und Anregungen der Bewertungskommission mit ihren verschiedenen Fachkompetenzen, beispielsweise im Bereich Grüngestaltung, Baugestaltung oder wirtschaftliche Entwicklung.

Es geht letztlich um die individuelle Entwicklung des Dorfes, darum, was die Dorfgemeinschaft aus dem vorhandenen Potenzial gemacht hat darum darzustellen, wie man sich die weitere Zukunft des Dorfes vorstellt.

Foto: Franz Hofmann

Text / Gestaltung: Sylvia Bechtold

Wessental - ein Wohlfühlort für alle

Da Wessental noch zu den wenigen Dörfern gehört, wo durch die Einwohnerzahl und Lage das Zusammenleben, die Gemeinschaft und das Heimatgefühl einen sehr hohen Stellenwert hat, war die Teilnahme für die Einwohnerinnen und Einwohner am Wettbewerb schnell entschieden.

Die Einwohner von Wessental sind stolz auf ihr gut funktionierendes Dorf- und Gemeinschaftsleben, was auch jeder Besucher sofort spürt. Die wirkliche Bedeutung des Wortes "Heimat" ist für jeden spürbar -  ein Wohlfühlort für alle - ob Einwohner oder Gäste!

Fotos: Franz Hofmann

Text / Gestaltung: Sylvia Bechtold

Ersterwähnungsurkunde von Wessental vom 28. Dezember 1309

Im Namen des Herrn Amen. Wir Konrad (Cunradus) der Jüngere, durch Gottes Gnade Graf von Vaihingen (Vehingen) und unsere rechtmäßige Ehefrau Elisabeth (Elizabet) erkennen an und wünschen, dass es für alle, die jetzt oder zukünftig diese Urkunde sehen werden, feststehe, dass wir – mit einträchtigem Rat und Willen sowie in Übereinstimmung – den Klosterbrüdern, nämlich Abt und Konvent von Bronnbach, und deren Kloster durch die vorliegende Urkunde für 105 Pfund Heller an uns bar bezahlten Geldes unsere nachfolgend benannten Güter in Ödengesäß (Oesingesazze), Nassig (Nazzahe) und Wessental (Wetzigintal) mit allen ihren Rechten und Zugehörungen, den erlangten oder noch zu fordernden, wie sie auch immer benannt sein mögen, und mit vollem Herrschaftsrecht über die Sache, als Eigentum mit vollem Recht dauerhaft zu besitzen, verkauft, übergeben und abgetreten haben, verkaufen, übergeben und abtreten, nämlich:

die Güter, die Reinh. der Schultheiß in Ödengesäß (Osingesezze) bestellt, von denen jährlich vier Unzen Heller an Walpurgis (1. Mai), zehn Solidi Heller an Mariae Himmelfahrt (15. August) sowie ein Fastnachtshuhn zu geben sind; dann die Güter in Nassig (Nazzahe), die Siboto, Sohn des Ricgard, und sein Sohn Koppelin bestellen, mit einer jährlichen Abgabe von sechs Maltern Weizen, drei Maltern Hafer und einem Fastnachtshuhn;

dann die ebenfalls dort liegenden Güter, die Kunigunde Engelreich (Cunegundis Engelrichin) bestellt, mit jährlich acht Unzen Heller an Walpurgis, einem Pfund Heller an Mariae Himmelfahrt, 8 Unzen Heller an Lichtmess (2. Februar) und einem Fastnachtshuhn; dann die Güter, die Reinh. genannt Grening und Konrad (Cunradus) genannt Stutzil bestellen, mit jährlich sieben Unzen Heller an Walpurgis, acht Unzen Heller an Mariae Himmelfahrt, sieben Unzen Heller an Lichtmess und einem Fastnachtshuhn; dann die Güter ebenda, die Reinhard (Reinhardus) genannt Schuber bestellt, mit jährlich einem Pfund Heller an Mariae Himmelfahrt und einem Fastnachtshuhn; dann die Güter ebenda, die H. Roeser bestellt, mit jährlich einem Pfund Heller an Mariae Himmelfahrt und einem Fastnachtshuhn; dann die Güter ebenda, die Jutta Hurnung (Hurnungin) bestellt, mit jährlich vier Unzen Heller an Mariae Himmelfahrt;

dann die Güter, die Guetela Brotbeck (Brotbeckin) bestellt, mit jährlich vier Unzen Heller am bereits genannten Fest und einem Fastnachtshuhn; dann die Güter, die Gerlint bestellt, mit jährlich zwei Solidi Heller; dann die Güter in Wessental (Wetzigintal), nämlich zwei Mühlen, die die Brüder Konrad (Cunradus) und Eberlein (Ebberlinus) bestellen und bewohnen, von denen jährlich zu geben sind drei Malter Weizen und viereinhalb Unzen Heller an Epiphanie (6. Januar) sowie zwei Fastnachtshühner.

Mit vorliegender Urkunde haben wir uns verpflichtet und verpflichten wir uns in gutem Glauben zur Gewährleistung, die volkstümlich Warschaft genannt wird, für die genannten Güter im Einzelnen und im Ganzen gegenüber besagtem Abt und Konvent und deren Kloster, wie man dies nach Gewohnheit oder nach Recht mit Eigengütern zu tun pflegt.

Im Übrigen verzichten wir auf das Recht der Einrede wegen arglistiger Täuschung durch Verführung zu wucherischem Preis; und die Einrede des allgemeinen Widerrufs soll ebenso wenig Gültigkeit haben wie alle anderen Hilfsmittel des kanonischen oder bürgerlichen Rechts, durch die vorliegender Vertrag annulliert, beeinträchtigt oder als Ganzes oder in Teilen widerrufen werden könnte.

Zum sichtbaren Beweis und zur Bekräftigung des gesamten Vorgenannten und jeder Einzelheit sind unsere Siegel dem gegenwärtigen Schreiben angehängt worden.

Gegeben im Jahr des Herrn 1309 Dezember 28 (millesimo trecentesimo nono quinto kalendas Januarii).

Vorlage: Archivverbund Main-Tauber, Signatur: StAWt-R US 1309 Dezember 28)
Übersetzung: Archivverbund Main-Tauber, Bronnbach 19, 97877 Wertheim
Landesarchiv Baden-Württemberg - Staatsarchiv Wertheim - Az. 8-7512

Foto: Franz Hofmann

Text / Gestaltung: Sylvia Bechtold

Das gibt es nur in Wessental - 700 Jahr - Feier

Wessental ist geprägt von einem guten Miteinander. Dies zeigt sich im dörflichen Leben ebenso wie bei gemeinschaftlichen Veranstaltungen.

Fotos: Franz Hofmann, Freudenberg

Text / Gestaltung: Sylvia Bechtold