Landeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft: Stadt Freudenberg am Main

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Landeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft

Hauptbereich

Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg

Ausschreibung des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" 2014

Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wird vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden- Württemberg www.mlr.baden-wuerttemberg.de

Seit 1961 ist der Dorfwettbewerb ein wichtiges Instrument in der dörflichen Entwicklung. Das bürgerschaftliche Engagement und die Eigenverantwortung der Dorfbewohner stehen weiterhin im Vordergrund. Ziel des Wettbewerbs ist es, die vielfältigen Funktionen der Dörfer darzustellen und Beispiele zu vorbildlichen Leistungen zu präsentieren. Es sollen Anreize geschaffen werden, die Zukunft der Dörfer verantwortlich mit zu gestalten. Der Wettbewerb will motivieren, Perspektiven für Dorf und Region eigenverantwortlich zu entwickeln und nachhaltig umzusetzen. Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ist eine Initiative, die die Bürgerschaft seit vielen Jahren zu großem Eigenengagement in unseren Dörfern bewegt und dadurch wesentliche Impulse zur Verbesserung der Lebensqualität im Ländlichen Raum gibt. In den Jahren 2013 - 2016 findet er zum 25. Mal statt.

Optimal eingesetzt, kann der Wettbewerb über einen langen Zeitraum hinweg die Bürgerinnen und Bürger motivieren, mit Hand anzulegen und verstärkt Verantwortung für ihr Dorf zu übernehmen. Er ist auch häufig Anlass für eine Leitbilddiskussion und eine gründliche Standortbestimmung. Über die Bildung von Arbeitskreisen - thematisch vielfach orientiert an den vier Bewertungsbereichen des Wettbewerbs - werden so unter Beteiligung der Dorfbewohner die Weichen für die Zukunft gestellt.

Gleichzeitig bietet der Wettbewerb die Chance, das Engagement publik zu machen und so den Ort wirtschaftlich voran zu bringen. Im Vordergrund des Wettbewerbs steht die ganzheitliche Entwicklung der ländlichen Gemeinden. Dazu gehören Bewertungskriterien wie z.B. die Entwicklung des gesamten Ortes auf der Grundlage zukunftsorientierter Konzepte. Auch die von der Dorfgemeinschaft erbrachten Leistungen in kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen sowie in der Bau- und Grüngestaltung des Dorfes haben besondere Bedeutung. Ebenso tragen Aktivitäten zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen, beispielsweise durch die Nutzung regenerativer Energiequellen oder die Förderung unserer heimischen Pflanzen- und Tierwelt zur nachhaltigen Dorfentwicklung bei.

Im Rahmen der bisher 24 Wettbewerbe haben sich Dörfer aus Baden - Württemberg rund 7.800 mal beteiligt.

Foto: Franz Hofmann

Text/Gestaltung: Sylvia Bechtold

Wessental - copyright: Franz Hofmann
Wessental - copyright: Franz Hofmann

Kreis-, Landes- und Bundeswettbewerb

Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" findet in verschiedenen Ebenen statt. Zunächst führen die Landkreise im eigenen Zuständigkeitsbereich ihre Kreiswettbewerbe durch. Daraus ergeben sich im Verlauf des Landeswettbewerbes die Kandidaten für den Landesentscheid. Der Landesentscheid wiederum ermittelt unter anderem die Kandidaten, die zum Bundeswettbewerb gemeldet werden sollen.

Kreis-, Landes- und Bundeswettbewerb sind für sich genommen eigenständig, bauen aber in ihrer Zielrichtung aufeinander auf.

Ausschreibung / Verfahren

Die Durchführung des Wettbewerbs erfolgt in vier Stufen:

  • Kreisentscheid
    Die Federführung liegt beim Landratsamt. Bezirksentscheid Das zuständige Regierungspräsidium organisiert den Bezirksentscheid. Die Zahl der Teilnehmer wird vom Regierungspräsidium entsprechend der Teilnehmerzahl an den Kreisentscheiden festgesetzt.
  • Landesentscheid
    Zuständig ist das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Das Ministerium legt die Zahl der Teilnehmer entsprechend der Beteiligung auf Kreisebene im jeweiligen Regierungsbezirk fest.
  • Bundesentscheid
    Federführend ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Meldung zum Bundesentscheid erfolgt nach einem feststehenden Schlüssel in Abhängigkeit von der Gesamtteilnehmerzahl im jeweiligen Bundesland.

Foto: Franz Hofmann

Text/Gestaltung: Sylvia Bechtold

Teilnahmeberechtigt sind

Räumlich geschlossene Gemeinden oder Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter und bis zu 3.000 Einwohnern. Ein Dorf, das am Bezirksentscheid teilnehmen will, soll grundsätzlich im Rahmen eines Kreisentscheids ermittelt worden sein, sofern es nicht zu einer kreisfreien Stadt gehört. Die Bildung von Landkreisverbünden zur Durchführung von Kreisentscheiden oder die Einbeziehung in den Kreisentscheid eines anderen Landkreises ist möglich.

Vorraussetzung für die Meldung zum Bundesentscheid ist die erfolgreiche Teilnahme am vorangegangenem Landesentscheid.

Präsentation des Dorfes

Der Besuch der Bewertungskommission dauert in der Regel 2 - 3 Stunden. Er gliedert sich in die folgenden Abschnitte:

  • Begrüßung und Kurzdarstellung des Ortes
  • Besichtigung des Ortes, sowohl innerörtlich als auch im Außenbereich
  • Abschlussbesprechung mit Gelegenheit für Fragen der Mitglieder der Bewertungskommission

Relevante Planungen und Übersichten über die Dorf- und Landschaftsentwicklung können anhand einer Ausstellung vorgestellt werden, die gleichzeitig einen Überblick über die nachhaltige Arbeit im Rahmen des Dorfwettbewerbes geben soll. Sinnvoll ist auch eine Vorstellung der Aktivitäten mittels Fotos u. ä., um die Ausgangslage, die Veränderungen und die Auseinandersetzung mit dem Anspruch des Dorfwettbewerbes zu verdeutlichen (vorher - nachher). Die Mitglieder der Kommission können sich hier selbständig informieren.

Die Besichtigung von Dorf und Landschaft, je nach den örtlichen Gegebenheiten teils zu Fuß oder mit einem Fahrzeug, ist der Kernpunkt der Bewertung. Im Rahmen des Wettbewerbes sind Veränderungen durch die Dorfgemeinschaft gefragt. Der Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger wird in allen Bewertungsbereichen große Bedeutung beigemessen. Deshalb wird empfohlen, Vertreter/innen der Bürgerschaft beziehungsweise von Vereinen in die Präsentation mit einzubeziehen und sie über ihre Leistungen vor Ort selbst berichten zu lassen. Die Kommission sollte darüber hinaus die ganze Zeit über die Möglichkeit haben, mit den örtlich Verantwortlichen Informationen auszutauschen und Fragen zu stellen.

Auch wenn der Ort ein berechtigtes Interesse daran hat, sich möglichst gut darzustellen, wird es als wichtig erachtet, dass auch die Problemfelder im Ort und ihre angedachten Lösungen dargestellt werden.

Foto: Franz Hofmann

Text/Gestaltung: Sylvia Bechtold

Bewertung

Bewertungskommission
Die für die Wettbewerbsstufe federführende Einrichtung beruft die jeweilige Bewertungskommission. Sie stellt auch den Leiter/die Leiterin der Kommission. Im Falle der Regierungspräsidien ist dies der/die Referent/in für Obst- und Gartenbau.

Als Kommissionsmitglieder kommen insbesondere Vertreterinnen und Vertreter folgender Bereiche in Frage:

  • Planung
  • Wirtschaftsförderung
  • Soziales
  • Jugend
  • Bauordnung
  • Denkmalpflege
  • Grünordnung
  • Landschaftspflege
  • Naturschutz
  • mitauslobende kommunale Landesverbände bzw. deren Organisationen in der Region
  • gärtnerische Verbände
  • Landfrauenverbände
  • Bauernverbände

Die Entscheidungen aller Kommissionen sind endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Grundsätze der Bewertung
Die Leistungen der Dörfer werden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Ausgangslage und den individuellen Möglichkeiten der Einflussnahme bewertet. Es soll deutlich werden, welche Ziele sich die Bevölkerung für ihr Dorf gesetzt hat und was getan wurde, diese Ziele zu erreichen. Besonderer Wert wird dabei auf Maßnahmen und Aktivitäten der letzten Jahre gelegt.

Die Bewertung basiert auf den nachfolgend beschriebenen 4 Bereichen, die wie folgt in die fachliche Beurteilung eingehen:

  • Leitbild und wirtschaftliche Initiativen max. 20 Punkte
  • Soziale und kulturelle Aktivitäten max. 20 Punkte
  •   Baugestaltung und -entwicklung max. 20 Punkte
  • Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft max. 30 Punkte

Gesamturteil
Diese sechs Fachbewertungsbereiche werden vor dem Hintergrund der individuellen Einflussmöglichkeiten des Dorfes auf seine künftige Entwicklung sowie der jeweiligen besonderen Ausgangslage beurteilt. In allen Bereichen sollen dabei die eigenständigen Leistungen der Dorfbewohner bei der Entwicklung ihres Dorfes im Vordergrund stehen. Um zu prüfen, ob die dargestellten Einzelmaßnahmen zu einem geschlossenen Gesamtbild zusammengeführt wurden, werden die Dörfer zusätzlich hinsichtlich der als Ziele des Wettbewerbs formulierten Querschnittskriterien beurteilt. Die Querschnittsbewertung kann mit bis zu 10 Punkten in die Beurteilung einfließen.

Foto: Franz Hofmann

Text/Gestaltung: Sylvia Bechtold

Silbermedaille und Sonderpreis

Wessental erhält Silbermedaille und Sonderpreis beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft 2015
„Unser Dorf hat Zukunft“ Sieger des Landeswettbewerbs stehen fest Stuttgart, 23.09.2015 Die Landeskommission hat vom 14. bis 18. September 2015 die neun Dörfer der Endrunde des Landesentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“ besucht und bewertet. Diese hatten sich bei den vorangegangenen Kreis- und Bezirksentscheiden qualifiziert.

In Baden-Württemberg haben sich 35 Dörfer beim 25. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ von 2013 bis 2015 beteiligt. Ihre Auszeichnungen bekommen die Teilnehmerorte des Landeswettbewerbs am 28. November 2015 überreicht. Der Bundesentscheid findet im Jahr 2016 statt.

Goldmedaillen für herausragendes Engagement bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen dörflichen Heimat erhalten:

  • Rosenberg-Hirschlanden: Hirschlanden im Neckar-Odenwald-Kreis lebt das Leitbild „Mehrgenerationendorf Hirschlanden – gemeinsam statt einsam“ überzeugend. Durch originelle Initiativen erwirtschaftet Rosenberg-Hirschlanden erhebliche finanzielle Mittel, die in die Umsetzung wegweisender sozialer, kultureller und ökologischer Projekte fließen. Hirschlanden hat sich für den Bundesentscheid im nächsten Jahr qualifiziert.
  • Ahorn-Eubigheim: Eubigheim im Main-Tauber-Kreis zeichnet sich gemessen an der Größe des Ortes durch eine sehr gute Infrastruktur aus – beispielhaft ist das Lernhaus. Darüber hinaus ist die ökologische Aufwertung verschiedener Bereiche im Dorf und in der Landschaft vorbildlich.
  • Leibertingen-Thalheim: Thalheim im Landkreis Sigmaringen ist ein Dorf am Rande der Schwäbischen Alb, dem es unter maßgeblicher Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gelingt, eine hohe Lebensqualität zu schaffen. Zahlreiche Selbsthilfeprojekte wie die Neugestaltung eines Naturbades erhöhen die Attraktivität der Ortschaft.

Silbermedaillen für außergewöhnliches Engagement bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen dörflichen Heimat erhalten:

Benzingen, Gemeinde Winterlingen (Zollernalbkreis) Eisental, Stadt Bühl (Landkreis Rastatt) Melchingen, Stadt Burladingen (Zollernalbkreis) Mülben, Gemeinde Waldbrunn (Neckar-Odenwald-Kreis) Unterentersbach, Stadt Zell a. H. (Ortenaukreis) Untermaßholderbach, Stadt Öhringen (Hohenlohekreis) Bronzemedaillen für besonderes Engagement bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen dörflichen Heimat erhalten auf Grund der Bezirksentscheide: Altschweier, Stadt Bühl (Landkreis Rastatt) Kreenheinstetten, Gemeinde Leibertingen (Landkreis Sigmaringen) Mehrstetten (Landkreis Reutlingen) Michelbach, Stadt Öhringen (Hohenlohekreis) Oberhof, Gemeinde Murg (Landkreis Waldshut) Oberreichenbach (Landkreis Calw) Wessental, Stadt Freudenberg (Main-Tauber-Kreis)

Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen erhalten:

Bronnweiler, Stadt Reutlingen (Landkreis Reutlingen) Elchingen, Stadt Neresheim (Ostalbkreis) Kreenheinstetten, Gemeinde Leibertingen (Landkreis Sigmaringen) Michelbach, Stadt Öhringen (Hohenlohekreis) Oberhof, Gemeinde Murg (Landkreis Waldshut) Thanheim, Gemeinde Bisingen (Zollernalbkreis) Wessental, Stadt Freudenberg (Main-Tauber-Kreis) Winkel, Stadt Gaggenau (Landkreis Rastatt) Hintergrund zum Dorfwettbewerb

Der Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ist eine Initiative, die die Bürgerschaft seit vielen Jahren zu großem Eigenengagement in unseren Dörfern bewegt und dadurch wesentliche Impulse zur Verbesserung der Lebensqualität im Ländlichen Raum gibt. In den Jahren 2013 - 2016 findet er zum 25. Mal statt. Im Vordergrund des Wettbewerbes steht die Entwicklung des gesamten Ortes auf der Grundlage zukunftsorientierter Konzepte. Auch die von der Dorfgemeinschaft erbrachten Leistungen in kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen sowie in der Bau- und Grüngestaltung des Dorfes haben besondere Bedeutung. Wichtige Faktoren sind darüber hinaus die gelungene Einbindung der Kommune in die Landschaft und die Beachtung der Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege.

Im Rahmen der bisher 24 Wettbewerbe haben sich Dörfer aus Baden - Württemberg rund 7.800 mal beteiligt. Bundeswettbewerb Mit dem Wettbewerb ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf dem Land. Die Dorfbewohnerinnen und -bewohner sind im Zusammenwirken mit der Gemeinde aufgefordert, Ideen, Konzepte und Projekte zu entwickeln und umzusetzen, die das Leben im Ort attraktiver gestalten. Der Wettbewerb findet seit 1961 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten statt.

Der Bundesentscheid 2016 wird erstmals als Teil des neuen "Bundesprogramms Ländliche Entwicklung" durchgeführt.

Weitere Informationen Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg vom 18.09.2015 Weitere Informationen zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sind auf den Internetseiten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie des Infodienstes Landwirtschaft, Ernährung, Ländlicher Raum Baden-Württemberg abrufbar.

Text/Gestaltung: Sylvia Bechtold