Von der Idee zur Umsetzung: Stadt Freudenberg am Main

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Von der Idee zur Umsetzung

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Zukunftsgestaltung in der Region

Im Jahr 2016 entschied sich Madeleine Weis, das Risiko zu wagen und eine neue Idee umzusetzen:

eine Kombination aus einem Hofladen und einem Angebot an Seminarräumen, welche für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten angeboten werden können. Ein leerstehender Hof in Rauenberg sollte mit einer attraktiven Nutzung wieder zu neuem Leben erwachen.

Am Anfang war die eigentliche Zielsetzung, das selbst erzeugte Fleisch der eigenen Galloway-Rinder zu vermarkten. Hieraus entwickelte sich dann jedoch die Idee, Einkaufsmöglichkeiten für regionale Produkte anzubieten und zusätzlich durch Nutzung der sich anbietenden Raumkapazitäten, Tagungsräume mit vielfältigen Seminar- und Wellness/Erholungsangeboten anzubieten. 

Die Bauherren bezogen die mittel- und langfristige Erhaltung ihrer Umwelt bei ihrer Planung mit ein, um auch in Zukunft ihre Heimat als wohnliches, idyllisches Dorf präsentieren zu können, welches eine Grundversorgung für alle gewährleistet.

Eine neue Basisidee war entstanden und die Möglichkeit der Realisierung wurde angegangen.

Gemeinderat unterstützt Bauvorhaben

Nachdem die Entscheidung für das Startup gefallen war, folgten die ersten Schritte für eine schnelle Umsetzung.

Durch die "Schaffung eines Heimathofes" wird eine gravierende Umgestaltung des vorhandenen alten Baubestandes erfolgen. Mit dieser Angelegenheit, die Änderungen im Ortsbild bedeuteten, beschäftigte sich der Gemeinderat der Stadt Freudenberg intensiv und stand geschlossen hinter dem geplanten Gesamtprojekt. Die Kreativität der Bauherren überzeugte den Stadtrat und das Geschäftsmodell nach dem Motto "Natürlich - von Daheim" fand sofort Anklang.

Gerade die Rahmenbedingungen für Geschäftsgründungen sind im ländlichen Raum schwieriger und müssen unter anderen Voraussetzungen geplant werden wie im Großstadtbereich.

Für Bürgermeister Henning war es ein großes Anliegen, das Leben in den Ortsteilen zu aktivieren und attraktiver zu machen. Wer die Zukunft eines Dorfes und dessen Einwohnern sichern will, muss sich für Investitionen und Ideen, die das Leben in einem kleinen Dorf lebenswerter machen, einsetzen und sich neuen Ideen gegenüber offen zeigen. Gerade das beispielhafte Engagement und die individuellen Handlungsmöglichkeiten, welche die Bauherren aufzeigten, waren für ihn ein deutliches Zeichen und er unterstützte das Gesamtprojekt auf jede ihm mögliche Weise.

 

Für den Gemeinderat war die verantwortungsvolle Nutzung der Ressourcen (Umbau Altbestand), die dem Schutz der Umwelt dienen und das Ziel, keine neuen Flächen zu verbrauchen, ein wichtiger Aspekt. Das positive Heimatbild und die ländliche Umgebung bleiben hierdurch erhalten und das Gesamtbild des Dorfes wird optimiert.

Klassisches Leader Förderprojekt

Die Startup-Idee fand bei der Leader-Aktionsgruppe guten Anklang und wurde als Auswahlprojekt bei der Projekt-Entscheidungsauswahl am 6. Dezember 2016 aufgrund seiner klassischen Handlungsfelder einstimmig ausgewählt.

Diese Entscheidung bedeutete für das Gesamtbauvorhaben eine Förderzusage in Gesamthöhe von ca. 135.000 Euro,  Alfred Beetz, Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe, betonte bei der Auswahlentscheidung, daß der „Heimarthof“ sogar zwei der Handlungsfelder beinhalte, die Voraussetzung dafür sind, eine entsprechende Förderung von Leader Region Badisch Franken zu erhalten.

Einerseits ist die Folge eine positive innerörtliche Entwicklung, die dem Ort neue Impulse gibt: Die Versorgungsmöglichkeiten vor Ort werden verbessert, die neuen Einkaufsmöglichkeiten erleichtern das Leben im Dorf und das vielfältige Angebot kann bei Bedarf erweitert werden.

Andererseits entstehen auch neue Arbeitsplätze und der seit Jahren steigende Genießer-Tourismus wird angezogen. Die breit gefächerte Auswahl des Heimarthofes deckt eine große Palette an Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe ab, außerdem überzeugt das Angebotsprogramm mit seiner Qualität und Regionalität.

Der Gedanke, einen Ort der Begegnung, aber auch einen Ort der Gemütlichkeit, der Ruhe und Entspannung in dem alten Hofgebäude entstehen zu lassen, entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt.

Alle Angebote sollen den Heimatgedanken unterstützen

Leitbild des Heimarthofes:

Im Hofladen werden nur Produkte verkauft, die aus der Region stammen. Sie müssen nicht unbedingt biozertifziert sein, aber aus der umlegenden Region.

Die Regionalität der Produkte heißt Qualität, die der Kunde schmecken kann. Allen Erzeugern liegt von Anfang an eine hohe Qualität am Herzen. Viele Produkte entstehen nach traditionellen Rezepten und halten so die Besonderheiten der Region am Leben.

Wenn Lebensmittel aus der Region kommen, vermittelt das den Verbrauchern ein gutes Gefühl beim Einkaufen.

Wer saisonale Lebensmittel aus der Region kauft, bekommt nicht nur besondere Frische und Geschmack, sondern unterstützt die lokalen Produzenten und tut zugleich etwas für den Klima- und Umweltschutz.

Das Ziel, die Grundversorgung am Ort zu verbessern, war die tragende Grundidee des Bauprojektes. Die Lebensqualität im ländlichen Raum muss verbessert werden und neue Ideen, aber auch die Risikobereitschaft und die Tatkraft, etwas Neues zu wagen, können dazu beitragen, daß kleine Dörfer erhalten bleiben bzw. dazu gewinnen. Der Wegzug von Einwohnern, für die die Grundversorgung zu aufwendig ist, kann hierdurch verhindert werden.

Viele kleine Dinge sind oft das Fundament für große Veränderungen und daraus resultierende Verbesserungen. Das heimatliche Dorfleben soll auch in Zukunft erhalten bleiben. Dies ist jedoch nur möglich, wenn einige den Mut haben, neue Projekte anzugehen, die dem Allgemeinwohl dienen.

Leitspruch:

„Nichts gehört der Vergangenheit an,

alles ist Gegenwart

und kann wieder Zukunft werden.“ 

Fritz Bauer (1903 – 1968, Jurist)