Projektentscheidung: Stadt Freudenberg am Main

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Projektentscheidung

Hauptbereich

Bauzeit

Planungsbeginn: 2018

Baubeginn: 2019

Fertigstellung: Ende 2019

Gesamtdauer: knapp 2 Jahre

Gebäude Originalzustand

Das ursprüngliche Scheunengebäude in seinem Urzustand bestand aus Sandstein und Holz. Der Zustand war desolat und eine Sanierung war nicht mehr möglich, da Jahrzehnte des Zerfalls bereits die Grundsubstanzen zerstört hatten.

Die Umbaumaßnahme konnte nur durch Abrissarbeiten und Umgestaltung in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt erfolgen.

Die Durchführung der Maßnahme erfolgte daher in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt.

Denkmalschutzpflegerischer Werteplan

Umbau Gebäudealtbestand historisch Anwesen Burgweg 4 + 6 - hier erfolgte eine Auflage des Landesdenkmalamts, die Umbaumaßnahme mittel-bis langfristig durchzuführen. Es erfolgte ein Wiederaufbau von Burgweg 6 als modernes Wohnhaus, hierbei wurde der alte historische Gewölbekeller erhalten. Nach einigen Überlegungen entstand die Idee eines Freilichtmuseums, dieses sollte im ehemaligen Scheunengebäude Burgweg 4 an das Wohngebäude anschließen.

Nach Überprüfung und in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt erfolgte für diese Projektidee eine Freigabe, sodaß die Planungsarbeiten für die Umsetzung beginnen konnten.

Baumaßnahme

Umbau historischer Gebäudebestand:

Rückbau Scheune Burgweg 6

Zielsetzung:

Schaffung eines Freilichtmuseums zur Präsentation von historischen Sehenswürdigkeiten

- handgearbeitetes Modell der mittelalterlichen Burg

- historische Funde aus dem Altbestand Burgweg 4

- Fund Sandsteinwappen

- alte Mahlsteine (Burgfunde)

- Aufstellung des Krippenensembles mit aus Holz geschnitzten Figuren von Horst Walter (Adventszeit)

Leader Projekt Freilichtmuseum Burgweg

Freudenberg am Main kann auf eine fast 800-jährige Geschichte zurückblicken. Der Höhepunkt der stadtgeschichtlichen Entwicklung Freudenbergs ist der Bau der Burganlage, der Freudenburg.

Die Stadt liegt zwischen Hang und Main und ist aufgrund von zahlreichen Fachwerkhäusern, historischen Gebäuden und Skupturen sowie schmalen Gassen mit nostalgischem Altstadtflair ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.

Um die vorhandenen Gegebenheiten sinnvoll zu nutzen, beschloss der Gemeinderat 2018 einen Antrag bei Leader Region Badisch-Franken zur Förderung des Projektes Freilichtmuseum zu stellen, um eine Umsetzung zu ermöglichen und wertvolles Kulturgut zu erhalten.

 

 

Präsentation Burgmodell L. Weiser

Ein Burgmodell von Ludwig Weiser, Wertheim, welches die Burg mit über 1.750 Einzelteilen um das Jahr 1500  detailgetreu darstellt, wurde in aufwendiger Handarbeit hergestellt und der Stadt Freudenberg übergeben. Das einzigartige Modell ermöglicht es, sich die Burg in ihrer Gesamtansicht im Mittelalter vorzustellen. Die Freudenburg ist ein attraktiver touristischer Anziehungspunkt, der allen Gästen eine traumhafte Aussicht auf das gesamte Maintal bietet.

Präsentation Schönbornwappen

Während Umgrabungsarbeiten in einem Garten am Burgberg wurde ein altes Sandsteinwappen entdeckt. Dieser wertvolle historische Fund wurde umgehend gesichert und von Experten festgestellt, dass es sich um ein Wappen der Familie Schönborn handelt. Der Graf von Schönborn war Fürstbischof von Würzburg im Zeitraum von 1719-1724 und ist verantwortlich für den Bau der Würzburger Residenz.

Das aus Sandstein gehauene Schönbornwappen von 1731 ist inzwischen restauriert und wird durch den neuen Ausstellungsort für alle Besucher zugänglich sein.

Ausstellung weiterer Artefakte

Mahlsteine

Zum Ende des Mittelalters zerfiel die Burg immer weiter und wurde von Gestrüpp und Bäumen überwuchert. Sie geriet in Vergessenheit und wurde erst durch die Bürgerinitiative Rettet die Burg wieder freigelegt. Die historischen Mahlsteine wurden bei den Sanierungsarbeiten an der Freudenburg durch die Burginitiative entdeckt und gerettet.

 

Heurechen

Dieser Heurechen gibt einen Rückblick auf die Agrarwirtschaft um 1920.

Offizielle Einweihung

Die offizielle Einweihung erfolgte im Juni 2020 mit Übergabe der Leader-Plakette. 

Copyright:

Fotos: Franz Hofmann, G. Eisert

Text/Gestaltung: Sylvia Bechtold