Erneuerbare Energie der Zukunft: Stadt Freudenberg am Main

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Aktuelles zu Covid 19 - Freudenberg

Keine Testpflicht in ersten sechs Monaten nach Vollimmunisierung und Infektion

Die Landesregierung hat am Sonntag, 5. Dezember, die 2G-Plus-Regelung noch einmal präzisiert und sich auf mehrere Punkte verständigt. Demnach sind Personen mit einer Booster-Impfung von der Testpflicht bei der 2G-Plus-Regelung ausgenommen. Ebenso ausgenommen sind Geimpfte mit abgeschlossener Grundimmunisierung, wenn seit der letzten erforderlichen Impfung nicht mehr als sechs Monate vergangen sind. Auch Genesene, deren Infektion nachweislich maximal sechs Monate zurückliegt, müssen bei 2G-Plus keinen Test vorlegen. In diesem Fall muss der Nachweis der Infektion durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis/PCR-Test erfolgt sein.

Übergangsregelung für nicht immunisierte Jugendliche

Noch bis zum 31. Januar 2022 haben alle noch nicht vollständig immunisierten Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren die Möglichkeit, nach Vorlage eines tagesaktuellen Antigen-Schnelltests Zutritt zu allen 2G-Einrichtungen zu erhalten. Die Landesregierung geht davon aus, dass auch alle Jugendlichen ab zwölf Jahren bis zum Ablauf dieser nun nochmals verlängerten Frist die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen. Danach gelten für sie die gleichen Bestimmungen zu 2G-Plus wie für Erwachsene.

880 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen.

06.12.2021 NEU festgestellte Fälle -  Freudenberg 9

Terminbuchung für Impfungen freigeschaltet: 

Unter www.main-tauber-kreis.de/impfen können sich Bürgerinnen und Bürger nun über alle Impfangebote des Vier-Säulen-Modells zur Coronavirus-Schutzimpfung im Landkreis informieren. Die Termine werden ständig aktualisiert und die entsprechenden Möglichkeiten zur Terminvereinbarung freigeschaltet. Um Wartezeiten zu vermeiden, sind Impfungen grundsätzlich nur noch nach vorheriger Terminbuchung möglich.

Neue Corona Regeln ab 04.12.21

In Hotspot-Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 500 gelten weiter nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. 

RKI Coronavirus nach Altersgruppe

Für Fragen rund um Corona steht Ihnen unser Ordnungsamt gerne zur Verfügung: bauamt@freudenberg-main.de

Täglicher Lagebericht LGA

Informationen zu Corona

  
 
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Erneuerbare Energie der Zukunft

Hauptbereich

Nachhaltig Handeln

Nachhaltig handeln heißt, nicht auf Kosten von Menschen in anderen Regionen der Erde zu leben oder die Erfüllung der Befdürfnisse zukünftiger Generationen zu gefährden. Wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekt sind gleichermaßen zu berücksichtigen. Dabei bildet die Belastbarkeit der Erde und der Natur die absolute Grenze: Ein Rückgang an natürlichen Ressourcen, also der Abbau von Rohstoffen oder der Verlust natürlicher Lebensräume, kann nicht durch zusätzliche Aktivitäten in einem anderen Bereich ausgeglichen werden.

Für die Stadt Freudenberg heißt dies, sich jetzt mit der Umstellung auf erneuerbare Energien zu befassen und der erste richtige Schritt wurde jetzt mit dem Windpark Freudenberg getan.

Warum Windenergie?

Für die Nutzung von Windenergie spricht, dass sie ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Energiewirtschaft ist, da sie eine Energiequelle nutzt, ohne diese zu verbrauchen. Wind entsteht immer auf der Erde und er weht auch weiter ohne nennenswerte Veränderung, wenn ein Teil seiner Bewegungsenergie durch Windenergieanlagen in elektrische Energie umgewandelt wird.

Wind ist erneuerbar, denn er erneuert sich selbst – durch seine Nutzung werden keine Ressourcen verbraucht und keine Abfall- oder Reststoffe produziert. Freudenberg hat sich daher für die Nutzung des Windes zur regenerativen Energiegewinnung entschieden und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da diese Energieerzeugung im Gegensatz zur Nutzung fossiler Energieträger ohne die Produktion des klimaschädlichen Kohlendioxids auskommt.

Die Nutzung von Windenergie birgt außerdem keine elementaren Gefahren für den Menschen und für die Umwelt.

Neues Energie-Zeitalter

Im Mittelpunkt bei der Zukunftsplanung steht für die Stadt das Wohlergehen der Bürger. Dies hob er auch in seiner Rede hervor: Der Aufbruch in ein neues Energie-Zeitalter ist selbstverständlich ein Kraftakt, bei dem der Gemeinderat stets verschiedene Ziele im Blick haben muss: Die Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein. Hierbei dürfen wir die Klimaziele nicht aus den Augen verlieren, Strom muss jedoch auch bezahlbar bleiben. Eine sehr fordernde Aufgabe – auch für ein so fortschrittliches Land wie Deutschland!

Zukunftssicherung

Wachsender Wohlstand und höhere Bevölkerungszahlen werden den Energiebedarf in den kommenden Jahrzehnten unausweichlich nach oben treiben. Wir können nicht weiter auf unzuverlässige Energienutzung bauen, die zudem die Umwelt stark belastet.

Auch unsere Ressourcen an fossilen Brennstoffen sind begrenzt und können die Anforderungen der Zukunft nicht erfüllen. Eine problemlose Energieversorgung ist jedoch für Wohlstand und Wachstum in unserer Gesellschaft notwendig.

Die Energiewende hat direkte Auswirkungen auf alle und ist eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft: Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist für die Sicherung des gewohnten Lebensstandard wichtig, auch unsere Stadt muss in die Zukunft schauen und für nachfolgende Generationen planen.

Engagiert für die nächste Generation

Bürgermeister Henning hob in seiner Rede die wichtige und zukunftsweisende Entscheidung des Gemeinderates der Stadt Freudenberg für den Bau des Windparks hervor.

"Hier in Freudenberg wurde tatkräftig gehandelt und in Zusammenarbeit mit der MVV Energie AG ist der Windpark Freudenberg entstanden, der heute offiziell eröffnet wird! Der Gemeinderat der Stadt Freudenberg hat hier die wichtige Aufgabe der Zukunftsverpflichtung in enger Abstimmung mit dem Regionalverband Heilbronn-Franken wahrgenommen und ist seiner Aufgabe gemäß den Vorgaben der Landesregierung in Stuttgart nachgekommen"

Reibungsloser Ablauf

Seit dem Beginn der Planung im Jahre 2012 wurde gut zusammengearbeitet und der Baubeginn im November 2015 wird mit der heutigen Inbetriebnahme im Oktober 2016 erfolgreich abgeschlossen. Mit der Fertigstellung dieses Großprojektes wurde eine grundlegende Basis für den Beginn eines neuen Energie-Zeitalters gelegt.

Schadstoffersparnis durch Windkraft

Gegenüber den konventionellen Kraftwerken spart eine Windenergieanlage viele Schadstoffe ein: Co2 - Schwefeldioxid - Stickoxid - Kohlenmonoxid –Staub. Freudenberg trägt durch den Windpark zur weltweit geforderten CO 2 -Minderung bei.

Im Jahr 2010 konnten in Deutschland mit Windenergie schon gut 40 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

Landschaftliche Veränderungen

Die Windkraft ist eine effiziente erneuerbare Energie, die aber auch stets sichtbar mit der umliegenden Landschaft verbunden ist. Neu gebaute Windkraftanlagen können anfänglich als ungewohnte störende Veränderung des Wohnumfeldes wahrgenommen werden, aber nachhaltiger Klima- und Umweltschutz ist ohne Kompromissbereitschaft nicht möglich.

Freudenberg ist sich seiner Verantwortung bewußt

Die Stadt Freudenberg ist sich ihrer Verantwortung bewusst! Durch den Windpark Freudenberg leisten auch wir - als Tor zum Badner Land - unseren Beitrag zur Verbesserung des Klimas und stellen neue Weichen für nachfolgende Generationen.

Er zitierte die Worte von Papst Franziskus im September 2016: Gott hat uns einen blühenden Garten geschenkt, wir aber sind dabei, ihn in eine von Schutt, Wüsten und Schmutz verseuchte Ebene zu verwandeln.

Umstellung auf erneuerbare Energiegewinnung nur gemeinsam möglich

Der Umbau der Energieversorgung in Deutschland kann nur erfolgreich sein, wenn jede Kommune, jeder Landkreis und jeder Bürger bereit ist, die Vorteile zu erkennen. Wenn wir die Energiewende voranbringen wollen, brauchen wir Unternehmen die bereit sind, zu investieren.

Mit dem Windpark Freudenberg werden rechnerisch rund 12.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgt. Dies ist ein enormer Beitrag zum Gesamtziel Deutschlands, die erneuerbaren Energien zu forcieren und ein stabiles Fundament für nachfolgende Generationen zu bauen.

Moderne und leistungsfähige Windkraftanlagen wie der Windpark Freudenberg ermöglichen eine effiziente Nutzung der natürlichen Energieressourcen, und sie demonstrierten das große Potenzial der Windkraft. Der erfolgreiche Abschluss dieses Großprojektes nach dieser kurzen Bauphase ist auch ein Zeichen dafür, wie gut die Zusammenarbeit aller Beteiligten verlief. Die Bürgerinnen und Bürger vertrauen der Windkrafttechnik, da diese dem Schutz der Umwelt dient und zukünftige Generationen absichert.

Offizielle Einweihung

Mit der Einweihung der sieben Windkraftanlagen geht eine dreijährige Entwicklungsarbeit zu Ende«, freute sich Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG, der die Bedeutung erneuerbarer Energien für die Zukunft einer nachhaltigen Energieversorgung betonte. Eine herausragende Bedeutung komme dabei der Windenergie zu, deren Ausbau Herausforderung und Chance zugleich sei, so Müller. In Freudenberg habe sich die MVV von Beginn an willkommen gefühlt. Man habe sich bemüht, die Auswirkungen auf Umwelt so gering wie möglich zu halten, erklärte Müller, der betonte, dass man den Natur- und Artenschutz sehr ernst genommen habe.

Einig war sich der Vorstandsvorsitzende mit dem Freudenberger Bürgermeister Roger Henning und Umweltminister Franz Untersteller dass mit dem »Windpark Freudenberg« und seinen Nordex-Anlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils 199 Metern, ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende geleistet wird. Die Windkraft ist eine effiziente Form der Energiegewinnung, die aber stets sichtbar mit der umliegenden Landschaft verbunden ist«, betonte Bürgermeister Henning. »Aber nachhaltiger Klima- und Umweltschutz ist ohne Kompromissbereitschaft nicht möglich. Er war sehr froh, dass das Projekt in Freudenberg mit seinen Ortsteilen Boxtal, Ebenheid, Rauenberg und Wessental stets positiv aufgenommen wurde.

Minister Untersteller nimmt Windpark Freudenberg in Betrieb

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hat im Main-Tauber-Kreis den Windpark Freudenberg in Betrieb genommen. Die Anlagen sind 199 Meter hoch und besitzen eine Leistung von jeweils 2,4 Megawatt. „Damit wird der Windpark rund 12.000 Haushalte mit Strom versorgen, ein weiterer Baustein in Richtung Energiewende und Klimaschutz im Land“, erklärte der Minister. Untersteller betonte die großen Vorteile der Windkraft gegenüber anderen Energieformen: „Der Wind weht kostenlos, die Anlagen benötigen vergleichsweise wenig Platz und sie geben keine Schadstoffe wie CO2 oder Quecksilber von sich.“

Auch könne eine Windkraftanlage wieder rasch zurückgebaut werden, wenn sie eines Tages nicht mehr benötigt werde. Wenn sich zudem die Bürgerinnen und Bürger wie am Windpark Freudenberg mit sogenannten Windsparbriefen auch finanziell an der Windkraft beteiligen könnten, erzeuge dies vor Ort eine positive Grundeinstellung zur Windenergie. „Und dann ist es wie hier auch möglich, das aufwändige Genehmigungsverfahren für einen Windpark in weniger als zwei Jahren erfolgreich zum Abschluss zu bringen“, so der Minister. Erfolgreiche Projekte wie in Freudenberg zeigten, warum Baden-Württemberg im Ranking der Bundesländer beim Zubau von Windkraftanlagen im ersten Halbjahr 2016 einen kräftigen Sprung nach vorne auf Platz fünf gemacht habe, sagte Umweltminister Untersteller.

„Die Rekordwerte des Vorjahres haben wir bereits übertroffen“, betonte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft weiter. So seien im Jahr 2016 bis zum 31. August schon 72 Windkraftanlagen im Land neu ans Stromnetz angeschlossen worden, rund 50 weitere Anlagen erwarte er bis zum Jahresende. „Und der positive Trend hält an, dies zeigen die vielen anhängigen Verfahren für den Bau von weiteren Windenergieanlagen im Land.“ 

Ein großes Lob sprach der Umweltminister dem Landratsamt des Main-Tauber-Kreises aus, der innerhalb kürzester Zeit ein rechtssicheres Genehmigungsverfahren abgewickelt habe.  Nachdem die Landesregierung bereits in der letzten Legislaturperiode den Ausbau der Windenergie forciert habe, sei nach Jahren der Vorarbeit in den beiden letzten Jahren deutlich Fortschritte erreicht worden, berichtete Untersteller.

Neuesten Untersuchungen zufolge rangiert Baden-Württemberg bei der Energieerzeugung aus Windkraft in Deutschland auf Rang fünf, unmittelbaren nach den norddeutschen Ländern, berichtete der Minister, der zu der Einweihung einen Sohn der Region, den Vorsitzenden der baden-württembergischen Grünen Oliver Hildenbrand mitgebracht hatte.

Nach den Grußworten und der symbolischen Übergabe von zwei Windradmodellen von Geschäftsführer MVV, Herr Müller an den Umweltminister und den Bürgermeister, hatten die Besucher die Möglichkeit, die Windkraftanlagen genauer in Augenschein zu nehmen. Auch wenn sie keine Chance hatten bis zur Gondel hinauf zu klettern, waren die technischen Einrichtungen am Fuß sowie in den imposanten Turm einen Blick wert.

Zahlen und Fakten: Windpark Freudenberg

Die sieben Energieanlagen des Windparks Freudenberg, der am Freitag, den 7.10.2016 übergeben wurde, haben eine Kapazität von insgesamt 16,8 Megawatt. Mit der erzeugten Strommenge können künftig rund 12 000 Haushalte mit Strom versorgt und knapp 32 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Die Planungen begannen 2012 und der Baubeginn war im November 2015. Die Anlagen werden mindestens 20 Jahre betrieben.

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie hat dafür als Bauherr und Betreiber des Windparks Freudenberg rund 30 Millionen Euro investiert. Die börsennotierte MVV Energie AG mit Sitz in Mannheim gehört zu den führenden Energieunternehmen in Deutschland. Mit derzeit rund 6100 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro. 

Gestaltung/Texte: Sylvia Bechtold

Copyright:

Fotos: MVV, L. Kaller

Text / Gestaltung: Sylvia Bechtold