Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft (IBEZ): Stadt Freudenberg am Main

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Aktuelles zu Covid 19 - Freudenberg

Dreistufiges Warnsystem auf Grundlage der Hospitalisierungsinzidenz

 

Die neue Corona-Verordnung sieht ein dreistufiges System vor. In der ersten Stufe (Basisstufe) bleiben die bisherigen Regeln mit 3G in den meisten Bereichen bestehen. In der Warnstufe gibt es dann eine PCR-Testpflicht in vielen Bereichen. In der Alarmstufe gilt für ungeimpfte Personen in einigen Bereichen ein Zutritts- und Teilnahmeverbot (2G).

Indikatoren für die drei Stufen sind künftig die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz und die Auslastung der Intensivbetten mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten (AIB). Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz beschreibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dabei gelten die vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg veröffentlichten Zahlen.

Die Warnstufe wird ausgerufen, wenn die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge bei 8,0 oder darüber liegt oder die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patientinnen oder -Patienten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen der Wert 250 erreicht oder überschreitet.

Wert der Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg laut LGA:  2,25

 

Stand 16.09.2021 - Freudenberg: 14 

Sieben-Tage-Inzidenz Main-Tauber-Kreis: 81,4

Ansprechpartner für Fragen zum Thema Corona ist das Ordnungsamt: bauamt@freudenberg-main.de

Impfzentrum Miltenberg: Termin buchen unter https://www.terminland.de/Impfzentrum-Mil/ - Anmeldungen mit Postleitzahl 97896 für alle Freudenberger möglich.

RKI: COVID-19-Fälle nach Altersgruppe und Meldewoche (Tabelle wird jeden Dienstag aktualisiert)

Täglicher Lagebericht LGA

 
 
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Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft (IBEZ)

Hauptbereich

1. Das Programm “Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft - IBEZ“

Umsetzung der Engagement-Strategie Baden-Württemberg

(https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/soziales/buergerengagement/engagementstrategie/)

„Engagement von Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Schlüssel für gelingendes Zusammenleben vor Ort. Wer sich engagiert, erfährt Teilhabe und Zugehörigkeit. Integration braucht Zeit, einen Plan und das Engagement der Einwohnerinnen und Einwohner. Zentrale Fragen sind: Wie sorgen wir für ein gutes Zusammenleben aller Menschen mit und ohne Migrationshintergrund? Wie kommt die Gesamtbevölkerung gut ins Boot?“ (https://www.diefuehrungsakademie.de/)

Zwölf Städte im Land nehmen seit 2020 an diesem Programm teil – Freudenberg ist eine von ihnen.

Dagmar Gebhardt und Volker Fuchs vom Beratungs-Team der FÜHRUNGSAKADEMIE BADEN-WÜRTTEMBERG unterstützen die Stadt Freudenberg dabei, Ideen für das gute Zusammenleben von Bürger*innen mit und ohne Migrationserfahrung zu entwickeln und umzusetzen. Das Programm wird gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration. Es qualifiziert für’s Ehrenamt, damit sich jede und jeder freiwillig engagieren kann. Deshalb ist auch JEDE*R eingeladen, mitzumachen: Voraussetzungen für ehrenamtliches Engagement sind Phantasie, Visionen, Mitmenschlichkeit, Lebensfreude und Tatkraft.

2. Ziele, die zum Mitmachen einladen

Die Freudenberger Themen und Ziele wurden unter Berücksichtigung des Gesamtstädtischen Entwicklungskonzepts und des Integrationskonzeptes wie folgt formuliert:

o Ortsübergreifendes Gemeinschaftsgefühl stärken

o Miteinander der Generationen

o Aktiv aufeinander Zugehen

Mitmachen kann JEDE*R. Wer bei der nächsten Online-Runde am Mittwoch, 10.März 2021, ab 18.00 Uhr dabei sein will, kann sich beim FSI-Büro melden (soziales@fsi-freudenberg.de), damit der LINK zum Gespräch rechtzeitig verschickt werden kann.

Es ist geplant, dass die Ideen in Bewerbungen um Fördermittel für Vereine und die Stärkung des Ehrenamt münden.

Was bisher geschah

Frühjahr 2020: Nach Rücksprache mit Bürgermeister Roger Henning stellt das Familien-, Senioren- und Integrationsbüro (FSI-Büro) den Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm an die Führungsakademie Baden-Württemberg, und steht im Auswahlverfahren Rede und Antwort.

Sommer 2020: Der Gemeinderat wird über die erfolgreiche Bewerbung zur Aufnahme in das Förderprogramm informiert. Die Aufgaben der Steuerungsgruppe innerhalb der Stadtverwaltung wird an das Team des FSI-Büro übertragen. Gemeinsam mit der Führungsakademie erarbeitet das Team in mehreren Sitzungen mögliche Strategien zur Stärkung der Beteiligung aller – oder zumindest vieler Bürger*innen. Die Corona-Pandemie macht aber die Verwirklichung vieler Ideen bereits unmöglich und verzögert die nächsten Schritte.

Herbst 2020: Nach der Vorstellung der bisherigen Projektarbeiten im Gemeinderat werden für den 26. September Ehrenamtliche aus allen Ortsteilen eingeladen und über das Projekt informiert. Viele von ihnen erklären sich bereit, in der Projektbegleitgruppe mitzumachen. Corona-bedingt muss die Zahl der Teilnehmenden sehr begrenzt werden. In intensiven Gesprächen werden Themen- und Aktionsfelder definiert:

1. Jugend: Stärkere Einbindung bei Entscheidungen; Fortführung von „Das Perfekte Fest“; Jugendraum; Sprachprojekte; Alt lernt von Jung (Computer etc.); Talente-Förderung

2. Vereine: Netzwerke bilden; Haus der Vereine; Gemeinsamer Jahrtag / Tag der Vereine;

3. „Wir“- Gefühl wecken – fördern – wachsen lassen”: Generationentreff; Verantwortung auf mehreren Schultern verteilen; Gemeinsame Feiern, Interkulturelles Fest; Gemeinsame Wanderung durch das Stadtgebiet; Naturprojekte (Aktion Frühjahrsputz, Obsternte …);

Winter 2020: Leider müssen die geplanten Gespräche am Runden Tisch weiterhin ausfallen. Deshalb wird zum Online-Gedankenaustausch zwischen Interessierten eingeladen, um sich mit Phantasie und Visionen zur Zukunft unserer Ortschaften und unserer Stadt an diesem Prozess zu beteiligen.

Januar 2021: Am ersten Online-Gespräch zwischen allen Teilorten der Stadt Freudenberg beteiligen sich Bürgermeister Henning und 13 Frauen und Männer aller Generationen, die in Vereinen und politischen Gremien engagiert sind. Sie regen an, sich in den nächsten Monaten – trotz noch immer geltenden Corona-Beschränkungen – auf folgende Aktivitäten vorzubereiten:

1. Was verbindet die Ortschaften und die Kernstadt? – Der Wald! Aktivitäten wie eine Sternwanderung zum geographischen Mittelpunkt der Gesamtstadt (zwischen Windrad 5 und 7) oder ein ausgezeichneter nachhaltiger kommunaler Waldlernpfad werden vorgeschlagen.

2. Neue Wege der Kommunikation zwischen den Bürger*innen und Vereinen aller Teilorte: eine ehrenamtlich gestaltete Online-Plattform zu gemeinsamen Themen der Jugend, der Senioren, der Familien, der Vereine ....

3. Gemeinsame Feste und Feiern, z.B. „Gaudi-Turniere“ oder „Das Perfekte Fest“ – reihum von einer Ortschaft für die anderen Teilorte durchgeführt

4. Aktives aufeinander Zugehen, d.h. konkretes Einladen von Neubürger*innen aller Nationalitäten zu Aktionen im Ort

Was bisher geschah

März 2021: Beim zweiten Online-Gespräch zwischen allen Teilorten der Stadt Freudenberg wird der Kreis der Eingeladenen erweitert. So beteiligen sich abermals 13 Frauen und Männer aller Generationen, manche von ihnen sind in Vereinen und politischen Gremien engagiert, und Bürgermeister Henning am intensiven Gedankenaustausch zu den Themenfeldern „Wald-Verbindung“ und „Verein-T“. Ideen und Ziele werden nun konkreter:

Wald-Verbindung ...  

  • Die räumliche Mitte zwischen allen Ortsteilen finden, mit einem Fest oder einer Sternwanderung diesen Platz einweihen und so die Ortsteile verbinden.
  • Zusätzliche Idee: diesen Ort als „Geburtstagswald“ für die Menschen „persönlich machen“.

Verein-T ....

  • Thematisches Netzwerktreffen aller Vereine („Runder Tisch“) mit dem Ziel, die Kommunikation und Kooperation zu stärken und gemeinsame Aktionen der Vereine – nach der Corona-Pandemie - zu planen.
  • Teilhabe von Migrant*innen in Vereinen - was braucht’s dazu? Die Vereine könnten sich nach ihren Angeboten gruppieren, z.B. Sport, Kultur, oder soziale Aktivitäten, und sich entsprechend präsentieren. Das könnte es Geflüchteten, Migrant*innen und Neubürger*innen einfacher machen, einem Verein beizutreten.
  • Feste und Feiern - am Main und in den 5 Ortsteilen.
  • Bestimmte Tage nutzen, um mit Aktivitäten an die Öffentlichkeit zu gehen - z.B.
    • 20.06. „Weltflüchtlingstag“
    • 18.12. „Internationaler Tag der Migrant*innen“

Mehrere Teilnehmer*innen erklären sich bereit, die Projekte auszuarbeiten und weitere Unterstützer*innen zu finden. Die Fäden laufen zunächst im FSI-Büro zusammen, bis die Gruppen konstituiert sind und Handlungsfähigkeit hergestellt ist.

Online-Jugendsession am Montag, 29.03.2021: In einer offenen online-Gesprächsrunde konnten junge Leute ihre Ideen und Anliegen zum Thema „Gemeinschaft leben in Freudenberg“ benennen. Bei dem Gespräch wurde offen mit den Jugendlichen über ihre Bedarfe gesprochen. Hierbei wurden Ideen für generationenübergreifende Aktionen und Vorschläge für die mobile Jugendarbeit gesammelt.

Mai 2021: Zur Auftaktveranstaltung Verein-t am 19.05.2021 wurden alle Vereinsvorstände eingeladen, sich zur derzeitigen Situation und der Zukunft des Vereinsleben auszutauschen. Konkrete Ideen für eine verstärkte Zusammenarbeit konnten noch nicht wirklich formuliert werden, da derzeit auf Grund der Corona-Verordnung das Vereinsleben nur sehr eingeschränkt möglich ist.

FSI, M. Kurz, 27.05.21

Copyright:

Text: Führungsakademie Baden-Württemberg, FSI Büro Fr. Huba-Mang, M. Kurz

Fotos: S. Stellrecht-Schmidt

Logos: Führungsakademie Baden-Württemberg

Gestaltung/Design: S. Bechtold