Stadt Freudenberg am Main

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Stadt Freudenberg

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Geschichte von Boxtal

Auf einen Blick

Nachstehend geschichtliche Daten zum Ortsteil Boxtal von 1100 bis heute. 

Boxtal
Boxtal
Kirche
Kirche

Geschichte von Boxtal (Teil 1: 1100 - 1700)

1181
Die Gemeinde Boxtal wird erstmals urkundlich im Jahre 1181 unter dem Namen " Bockeshol" in einer Urkunde, in der Heinrich von Boxtal (Heinricus de Bockesol), Kanoniker am Aschaffenburger Stift, als Zeuge auftritt, erwähnt. Die Urkunde befindet sich im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg (Urkundenbuch Band I, Nr. 503).

1200
Bis 1500: Bestehen der 1. und ältesten Kirche in Boxtal. (Man muß sich die älteste Kirche als eine in ihrer Bauart einfache Kirche vorstellen. Von dieser Kirche ist heute noch der wertvolle Rest des aus dem 13. Jahrhundert stammenden Chorraumes vorhanden, der im Zuge der letzten Kirchenerweiterung 1970/71 zur Sakramentskapelle umgestaltet wurde. Über dem Chorraum erhob sich ein massiver, aber nicht hoher Turm, und das Schiff erstreckte sich nach Westen.) 2. Kirche siehe 1505.

1345
weitere urkundliche Erwähnung.

1396
Die Herren von Riedern veräußern von 1396 bis 1489 Boxtal je zur Hälfte an die Grafen von Wertheim, so daß Boxtal gleichzeitig zur (Standes-) Herrschaft der Grafen von Wertheim und zu der Herrschaft der Ritter von Riedern gehört.

1423
Freudenberg wird Amtsstadt für die Dörfer Ebenheid und Boxtal sowie für die Höfe Kirschfurt und Laukenhof.

1483
Ab 1483 sind die Dörfer Ebenheid und Boxtal sowie die Höfe Kirschfurt und Laukenhof Filialen der Pfarrei Freudenberg.

1489
Ab 1489 gehört Boxtal zum Amtssitz Freudenberg

1505
bis 1747: Bestehen der 2. Kirche St. Nikolaus. (Die Zahl 1747 über dem Chorbogen deutet darauf hin, daß 1747 größere Veränderungen vorgenommen wurden.)

1550
Seit dem 16. Jh. (Jahreszahl ungenau!) besitzt Boxtal ein Dorfgericht.

1567
und 1572 wird Jörg Klob als Schultheiß zu "Boxel" genannt.

1612
Boxtal gehört zum Fürstbistum Würzburg.

1632
Die Freudenberger Kirchenbücher beginnen erst ab 1632.

1656
Beim Austausch verschiedener Pfarreien zwischen Mainz und Würzburg im Jahr 1656 werden Rauenberg sowie Boxtal und Ebenheid als Filialen von Freudenberg bezeichnet, während Wessental kirchlich Filiale von Neunkirchen von 1625 bis 1826 ist. Der entsprechende Passus im Freiburger Diözesanarchiv (44, S 226 ff.) lautet: Freudenberg "hat 3 Filialen: Boxtal, Ebenheid und Rauenberg, alle über Berg 2 Stunden entlegen, 3 Höf, als der Kirschfelder, Lauken- und Dörrhof genannt. Die Untertanen sind alle Würzburgisch, außer Rauenberg, so Mainzisch, und der Dörrhof" (S. 236).

Geschichte von Boxtal (Teil 2: 1700 - 1900)

1709
Von 1709 bis 1802 existiert ein Kirchenbuch für Rauenberg und Boxtal gemeinsam, das allerdings die Eintragungen für Boxtal ab 1768 nicht mehr enthält. Für den gleichen Zeitraum gibt es auch ein Kirchenbuch in Ebenheid.

1747
Bestehen der 3. Kirche St. Nikolaus. (Eine alte Zeichnung zeigt diese Kirche in ihrem Zustand aus der Barockzeit bis zum Erweiterungsbau 1880/81. Dabei war das Langhaus ersetzt durch einen quadratischen, flachgedeckten Gemeinderaum (9,5m x 11m). Der Haupteingang führte vom Friedhof her auf fünf, der Seiteneingang auf vier Treppen zur Kirche hinab. Der Marienaltar besaß Reliquien von Petrus und Paulus, Viktor, Vitus und Donatus und war 1768 konsekriert worden von Bischof Sigensis und hatte Statuen des hl. Blasius und des hl. Valentin. Der Wendelinusaltar besaß Reliquien des Apostels Petrus, des hl. Kilian und der hl. Felizitas und war 1788 vom Bamberger Weihbischof Johann Adam konsekriert worden mit den Statuen des hl. Josef, Antonius und Wendelin. Sie sind noch alle vorhanden. Aus dem Sprachgebrauch "Nikolauskapelle am Berg" könnte man schließen, daß eventuell außer dieser Kirche eine Pfarrkirche an einem anderen Platz, vielleicht an der Linde, stand.) 

1767
Am 19. November besiegeln Schultheiß, Gericht und ganze Gemeinde den für die neu errichtete Pfarrei Boxtal ausgestellten Stiftungsbrief mit ihrer gerichtlichen Gemeinde-Pettschaft. Dieses Siegel zeigt einen Bischof, der in der Rechten ein Schwert und in der Linken einen Bischofsstab hält. Unterhalb des Bischofs befindet sich der Großbuchstabe B. (siehe 1811) Bau des Pfarrhauses; Stifter ist Joan Erhard Frankenberger.

1768
Ab 1768 wird Boxtal selbständige Pfarrei mit Mondfeld als Filiale.

1783
Bau des neuen Schulhauses. (siehe 1896)

1803
kommen Boxtal und Ebenheid infolge Reichsdeputationshauptschlusses (Napoleon) an das Haus Löwenstein-Wertheim-Freudenberg und unterstehen weiterhin dem Amt Freudenberg.

1806 bis 1945:
Das Großherzogtum Baden erlangt aufgrund der Rheinbundakte die "Landeshoheit" über die Stadt Freudenberg sowie über die Dörfer Boxtal, Ebenheid, Rauenberg und Wessental. (Damit sind die ewigen Streitereien zwischen kirchlichen und weltlichen Herrschern zu Ende.)

1811
Am 19. August beglaubigt die Gemeinde Boxtal das von den Einwohnern unterschriebene Vollmachts-Formular zur Gemeinds-Huldigung mit gleichem Siegel wie 1767.

1813
Am 24. Juli. Auflösung des standesherrschaftlichen Amts Löwenstein-Wertheim-Freudenberg; alle Orte einschließlich Boxtal kommen zum Großherzogtum Baden und dem damaligen Landamt Wertheim. (siehe 1936)

1854
bis 1875 verwendet die Gemeinde neben einem ovalen Farbstempel mit der Inschrift GEMEINDEVERWALTUNG BOXTHAL ein etwas größeres Prägesiegel mit der von einem Blumenkranz umgebenen Inschrift GERICHTS SIEGEL DER GEMEINDE BOXTHAL, das in der Ausführung den Gerichtssiegeln der übrigen Orte des Amts Freudenberg entspricht.

1876
Am 15. April erhält die Gemeinde einen neuen Farbstempel, der im gekrönten Schild den Buchstaben B zeigt, laut Rechnung der Gravieranstalt F. Tiefenbach in Konstanz. 

1880
bis1970/71: Bestehen der 4. Kirche St. Nikolaus. (Die dritte Erweiterung brachte eine Drehung der Längsachse um 90 Grad, wobei nunmehr der Chor im Süden liegt und die Längsachse sich nach Norden streckte. Im Erdgeschoß des Turmes wurde eine Eingangstür eingebrochen und mit neubarocken Gewänden versehen. Der vorhandene Giebel trug Aufbauten mit Natursteinbekrönungen. Geldnöte, Schwierigkeiten und Streitigkeiten bei diesem Erweiterungsbau hat Pfarrer Lorenz Englert in origineller Weise niedergeschrieben und der Nachwelt überliefert. Die Kirche wurde am 1. 6. 1883 durch den Bischof von Würzburg Dr. Franz Josef von Stein konsekriert.)

1896
Das aus rotem Sandstein neu erbaute Schulhaus wird ab 1. Mai als Schule benutzt.

Geschichte von Boxtal (Teil 3: 1900 - 1970)

1907
Am 10. Oktober nimmt Boxtal auf Vorschlag des Generallandesarchivs ein Wappen an; es zeigt in Blau eine silberne Kanne und darüber zwei goldene Rosen. Das Wappen erinnert an die gleichzeitige Zugehörigkeit zu der Standesherrschaft derer von Riedern und an die Zugehörigkeit zur alten Grafschaft Wertheim. Die Kanne wurde dem Wappen des Veit von Riedern entnommen und zwei Wertheimer Rosen darüber gesetzt. Bis zur Eingemeindung am 1. Januar 1972 ist dieses Wappen amtlich.

1925
Am 1. Januar erfolgt die Vereinigung der Gemarkung Tremhof mit Boxtal.

1935
Durch die Deutsche Gemeindeordnung von 1935 und die folgende Gesetzgebung verliert Freudenberg die Stadtrechte bis 1956.

1936
Aufhebung des Bezirksamts Wertheim. Ab 1936 werden Freudenberg, Boxtal, Ebenheid, Rauenberg und Wessental dem Amtsbezirk bzw. Landkreis Tauberbischofsheim zugeordnet. Der Landkreis Tauberbischofsheim untersteht dem Regierungspräsidium Karlsruhe.

1937
Ostern 1937 ist Eröffnung des 1. Kindergartens (das Bürogebäudes von Änny Hack wurde hierfür umgebaut) unter Pfarrer Kilian Gehrig (Pfarrer der Pfarrei Boxtal-Mondfeld von 1930-1965).(siehe 1959/60)

1940
7. Juni: Pfarrer Kilian Gehrig wird von der Gestapo verhaftet und verbringt mehr als drei Monate in den Gefängnissen Tauberbischofsheim und Mosbach.

1945 - Das Großherzogtum Baden wird durch die Alliierten getrennt. Die amerikanisch besetzten Gebiete Nordbaden und Nordwürttemberg werden zum Land Württemberg-Baden vereinigt. (siehe 1952)

1952
Am 25. April wird der Südweststaat gebildet, der aus Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern besteht und die Bezeichnung Baden-Württemberg erhält. Erster Ministerpräsident ist Reinhold Maier, FDP.

1953
Am 11. Mai 1953 bekommt Baden-Württemberg seine Verfassung.

1959
Neubau des Kindergartens auf dem ehemaligen Mühlgrundstück durch Pfarrer Kilian Gehrig . (Die ehemalige Mühle wird abgerissen.) Am 14. Februar 1960 ist feierliche Einweihung.

1960
Das Schulgebäude wird um einen Anbau von zwei Räumen erweitert. (siehe 1967)

1967
kommen auf Grund des Schulentwicklungsplanes I des Landes Baden-Württemberg die Schüler der Klassen 5 bis 9 an die Grund- und Hauptschule Freudenberg. Die Grundschule Boxtal bleibt bestehen; ab Herbst 1969 werden die Klassen 1 bis 4 aus Wessental in die Grundschule Boxtal eingegliedert.

1968
Freudenberg und Boxtal werden staatlich anerkannte Erholungsorte.

Geschichte von Boxtal (Teil 4: 1970 - 1980)

1970
Bestehen der 5. Kirche St. Nikolaus. (Bei der Planung der vierten Erweiterung war darauf zu achten, daß mit geringstem Aufwand eine möglichst große Zahl von Sitzplätzen gewonnen werden konnte. Bei einer Gesamtlänge von nunmehr 35 Metern umfaßt der Raum im Kirchenschiff 324 Sitzplätze. Der nördliche Teil des Langhauses wurde unterkellert, wodurch ein kleiner Gemeindesaal gewonnen wurde, der bei Bestuhlung 200 und an Tischen 140 Personen Platz bietet. Die Erschließung ist durch ein von außen zugängliches Treppenhaus möglich geworden, das gleichzeitig die Orgelempore zugänglich macht. Die Raumhöhe war beschränkt durch den Altteil des Baues. Das gesamte Dach wurde schließlich mit Eternitschiefer neu eingedeckt. Der bisher schon fast versinkende Turm wurde durch Einfügen eines aus Holzfachwerk konstruierten, schieferverkleideten Glockengeschosses, auf das der alte Helm wieder aufgesetzt worden ist, von 23 auf 31 Meter erhöht. Der Turm kommt heute im Dorfbild durch seine Erhöhung erst richtig zur Geltung, und das bronzene Glockengeläute "e'- gis'- h'- cis' " hat nun eine bessere Entfaltungsmöglichkeit. Beide alten Sakristeien wurden abgebrochen und durch eine neue ersetzt. Ein Schmuckstück für den Raum stellt die neue zweimanualige Orgel mit 15 Registern dar. Die Atmosphäre wird bestimmt durch die Farbfenster. Das Hängekreuz über dem Altar hat eine starke Aussagekraft. Der Gekreuzigte wird als der wiederkommende und auf uns zukommende Christus aufgefaßt.) -Auszugsweise zu "Gedanken des Architekten" im Büchlein St. Nikolaus Kirche Boxtal. Erweiterung und Umbau der Boxtaler Kirche in den Jahren 1969 bis 1971 wird von Pfarrer Karl Endres, seit 29. 4. 1965 Pfarrer in Boxtal und Mondfeld, durchgeführt.-(Vom 6. 4. 1931 bis zum Ruhestand 28. 4. 1965 war Pfarrer Kilian Gehrig in Boxtal und Mondfeld tätig.)

1972
Verwaltungs- und Gebietsreform Baden-Württembergs: Durch die Gebietsreform wird am 1. Januar Boxtal (wie Ebenheid und Wessental) in die Stadt Freudenberg eingemeindet und bezeichnet sich nun als "Stadtteil Freudenberg-Boxtal". Die Verwaltungsurkunde wird durch Bürgermeister Alois Gottschalk für Boxtal und Bürgermeister Valentin Kern für die Stadt Freudenberg unterzeichnet. Ab diesem Zeitpunkt wird Boxtal durch einen Ortsvorsteher, einen Ortschaftsrat (sechs Mitglieder) sowie drei Gemeinderäten -die den Stadtrat Freudenberg ergänzen- vertreten. Das Wappen des Ortsteils ist kein amtliches Wappen mehr und kann von jedem verwendet werden. Baubeginn des Gemeindezentrums Boxtal mit Turnhalle. (Am 27. Januar 1975 erfolgt die feierliche Übergabe an die Öffentlichkeit). 

1973
Die Landkreise Tauberbischofsheim und Mergentheim werden unter der neuen Bezeichnung "Main-Tauber-Kreis" zusammengelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt untersteht der Landkreis Tauberbischofsheim dem Regierungspräsidium Karlsruhe. Ab 1973 ist das Regierungspräsidium Nordwürttemberg in Stuttgart für den neuen Landkreis "Main-Tauber-Kreis" zuständig. (Siehe 1998). Gründung der Region Franken, bestehend aus dem Stadtkreis und Landkreis Heilbronn, Hohenlohekreis, Schwäbisch Hall und dem Main-Tauber-Kreis. Der Entwicklungsplan II des Landes Baden-Württemberg schreibt die Einführung von Jahrgangsklassen auch an kleinen Landschulen vor. Es entsteht die "Grundschule Boxtal mit Außenstelle Rauenberg"; sie wird von den Kindern der vier Ortsteile besucht, wobei zwei Klassen in Boxtal und zwei Klassen in Rauenberg unterrichtet werden. 

1975
Am 27. Januar 1975 erfolgt die feierliche Übergabe des Gemeindezentrums Boxtal mit Turnhalle an die Öffentlichkeit. Seit 1972 wurde daran gebaut.

Geschichte von Boxtal (Teil 5: 1980 - 1990)

1982
Boxtal begeht vom 25. bis 28 Juni das Jubiläumsfest "800 Jahre Boxtal" mit großem historischen Festzug, durchgeführt in Eigenverantwortung der Boxtaler Vereine; eine Gedenkmünze wird zu diesem Ereignis geprägt. Ebenfalls wird aus diesem Anlaß das Buch "800 Jahre Boxtaler Dorfgeschichte 1182-1982" von Franz Krebs herausgegeben. Fertigstellung der Kläranlage Boxtal im Januar.

1983
Seit Oktober 1983 erteilt die Musikschule der Stadt Freudenberg Unterricht auch in den Außenstellen Boxtal und Rauenberg.

1987
Ab 1987 ist Pfarrer Michael Czyzewski für das Katholische Pfarramt "St. Nikolaus" Boxtal und "St. Wendelinus" Rauenberg mit den Filialen Ebenheid und Wessental zuständig.

1989
Umbau des Kindergartens Boxtal: Einweihung ist am 12. Mai 1991 mit Festgottesdienst (Pfarrer Michael Czyzewski) und Fest. Diesen Kindergarten besuchen die Kinder aus Boxtal und Wessental.
 Renovierung des Pfarrhauses Boxtal.

Geschichte von Boxtal (Teil 6: 1990 - heute)

1990
Ausbau der Ortsdurchfahrt Boxtal mit Kanalbau. Am 28. Februar (Aschermittwoch) verwüstet der Orkan "Wiebke" zahlreiche Waldgebiete in Freudenberg und allen Ortsteilen. Durch entwurzelte und umgefallene Bäume entsteht ein immenser Schaden für die Waldungen und für den städtischen Haushalt auf Jahre hinaus.

1991
Bau des Buswartehäuschens in Boxtal

1993
 
Umbau des Sportheims SC-Eintracht Boxtal. Neue Belegung des Sporthallenbodens in der Turnhalle. Der Ortsteil Boxtal gewinnt die Bronzemedaille im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden." Die Übergabe des Preises ist am 10. Oktober in Stuttgart. Sanierung der Wildbachbrücke bei der Gaststätte "Rose".

1994
Unterhaltungsarbeiten an den Stegen über den Wildbach.

1995
Bau der Eichwald-Grundschule in Rauenberg. Erster Spatenstich für die neue Grundschule der 4 Ortsteile ist am 3. März 1995 und das Richtfest findet am 22. Juni 1995 statt.(Am 19. 11. 1990 war dieser neue Schulstandort Rauenberg für einen Neubau mit mehrheitlicher Zustimmung des Elternbeirats, der Schulkonferenz und des Gemeinderats festgelegt worden.) Der Bezug der Schule ist am 26. Februar 1996. (Vorher besuchten die Kinder die Schulen in Boxtal und Rauenberg.) Die Einweihung und offizielle Übergabe der Eichwald-Grundschule in Rauenberg für die 4 Stadtteile der Stadt Freudenberg ist am 26. April 1996. Zur Einweihung wird ein Fest gefeiert und eine Festschrift herausgegeben. Mit dem Umzug der Grundschule der 4 Ortsteile am 26. Februar in die Eichwald-Grundschule in Rauenberg werden dort alle Kinder der Klassen 1 bis 4 aus den 4 Stadtteilen Boxtal, Ebenheid, Rauenberg und Wessental unterrichtet. Schaffung eines Festplatzes zwischen der Zufahrtsstraße zum Sportplatzgelände und dem Wildbach. 

1996
Mit dem Umzug der Grundschule der 4 Ortsteile am 26. Februar in die Eichwald-Grundschule in Rauenberg verliert das Boxtaler Schulhaus seine schulische Bestimmung. Ab März Baubeginn zum Neubau der Ortskanalisation und des Abwasserverbindungskanals Wessental - Boxtal mit Bau des Regenüberlaufbeckens (größtenteils in Fels).zum Anschluß des Stadtteils Wessental an die Kläranlage in Boxtal. Zusätzlich erfolgt der Ausbau der ehemaligen L 575 - jetzt K 2879 – zwischen Wessental und Boxtal. Die Trasse wird gemeinsam mit dem neu zu verlegenden. Abwasserverbindungskanal Wessental-Boxtal festgelegt.

1997
Demontage des Fußgängerstegs am Gemeindezentrum Boxtal und Bau eines neuen Stegs an demselben Ort. Unwetterschädenbeseitigung in Boxtal durch Wildbachsanierung und Maßnahmen im Renntalsbach. Beim Kreisentscheid im Juli "Unser Dorf soll schöner werden" belegt Boxtal einen hervorragenden 3. Platz von 22 teilnehmenden Gemeinden; den 1. Platz erhält Wertheim-Dettingen und den 2. Platz Tauberbischofsheim-Dittwar. 

1998
Brückenbauarbeiten und Fertigstellung der Brücke 1998 oberhalb des Sägewerks Grein in Boxtal im Rahmen des Ausbaus der K 2879. Beim Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" bekommt Boxtal für die "vorbildliche naturnahe Gestaltung der Wildbachsanierung" den Sonderpreis der Gartenfreunde Baden-Württembergs; am 24. Oktober findet die Preisverleihung in Ludwigsburg statt. Bau der Leichenhalle in Boxtal nach Plänen des Architekten Martin Reuter aus Freudenberg. Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt Freudenberg und Boxtaler Vereine. Einweihung ist am 1. November durch Pfarrer Michael Czyzewski. Das schlichte Bauwerk aus Buntsandstein trägt eine Holzkonstruktion mit rotem Dach. Der Blickpunkt in der geschlossenen Wand ist ein künstlerisch gestaltetes Fenster, das ein gelbes Kreuz mit weißer Taube und Olivenzweig auf blauem Hintergrund zeigt und vom Eichenbühler Glaskünstler Karlheinz Muth geschaffen wurde.

1999
Seit 1. Januar 1999 ist die Stadt Freudenberg und damit auch der Stadtteil Boxtal im Internet vertreten; Webmaster ist seitdem Uwe Golsch. 

2000 
Am 14 Mai ist Bürgermeisterwahl, und Heinz Hofmann wird mit großer Wahlbeteiligung für eine zweite Amtsperiode als Bürgermeister von Freudenberg und den Stadtteilen wiedergewählt. Verpflichtung im Rahmen einer Gemeinderatssitzung am 4. Juli in der Turnhalle. Im Juni Abnahme der Erschließungsarbeiten im Boxtaler Neubaugebiet „Obere Aub“ und Festlegung der Ausbaustandards für das Neubaugebiet „Dorfwiesen/Steinig in Ebenheid. Am 17. September wird Pfarrer Michael Czyzewski in der Wendelinus-Kirche in Rauenberg bei einem feierlichen Gottesdienst in Konzelebration mit seinen Mitbrüdern Geistlichem Rat Pfarrer Hans Bender und Friedrich Scheidel in den Ruhestand verabschiedet. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Herbert Grein dankt für die vergangenen 13 Jahre als Pfarrer von St. Wendelinus Rauenberg mit Filialen Ebenheid und Wessental sowie St. Nikolaus Boxtal.Geistlicher Rat Stadtpfarrer Hans Bender ist jetzt zuständig für die Pfarrgemeinden St. Laurentius Freudenberg, St. Nikolaus Boxtal, St. Wendelinus Rauenberg mit den Filialgemeinden Ebenheid und Wessental. Ab 1. November übernimmt Pfarrer Stefan Krenzer als Kooperator die Seelsorge in den Pfarrgemeinden St. Nikolaus Boxtal und St. Wendelinus Rauenberg mit Filialen Ebenheid und Wessental.. Pensionär Pfarrer Norbert Merz verbringt seinen Lebensabend im Pfarrhaus Boxtal und arbeitet freiwillig in dieser Pfarrgemeinde mit.